18 Dez

Mit Walt Disney für ein nachhaltigeres Südtirol

Dass das Engagement für Nachhaltigkeit nicht im Lockdown ist, bewiesen die beiden „Co-Learning Workshops“ am 27. 11. und 03.12. 2020 im Rahmen des Projekts SDGs Labs, das vom Terra Institute für Südtirol koordiniert wird.

20 VertreterInnen des Agrar- und Lebensmittelsektors aus Südtirol tauschten sich online an zwei Halbtagen darüber aus,

was das Land zur Verwirklichung der Agenda 2030 beitragen kann. Die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung und die Agenda 2030 sind ein ehrgeiziger Fahrplan für Unternehmen, Organisationen und Nationen weltweit, um globale Herausforderungen wie die Klimakrise oder die Ernährungssicherheit gemeinsam zu bewältigen.

Im Zentrum der beiden Workshops stand die Frage, welchen Nachhaltigkeits-Herausforderungen sich der Lebensmittel- und Agrarsektor Südtirols in den nächsten Jahren stellen muss und wie die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die sogenannten SDGs (Sustainable Development Goals) zu gemeinsamen Lösungen inspirieren können.  „Eine nachhaltige Wirtschaft zunächst zu erträumen, erweitert unseren Horizont und bringt uns weiter. Mit der Walt Disney Methode konnte ich wie in einem Film in drei Rollen schlüpfen: in die des Visionärs, in die des Realisten und in die des Kritikers. Durch den Perspektivenwechsel haben wir als Team die blinden Flecken entdeckt und kamen unserer Vision Schritt für Schritt näher“, so Michael Theiner, verantwortlich für die Markenkommunikation bei Biosüdtirol.

Eine zentrale Erfahrung des Workshops war, dass Lösungen in einer immer komplexeren Welt nur über Zusammenarbeit und Partnerschaften möglich sind, auch über die Grenzen von Disziplinen hinweg. Umso erfreulicher und ganz im Sinne des Co-Learnings, dass TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen Bereichen vertreten waren: VertreterInnen bedeutender heimischer Lebensmittelbetriebe, von Verbänden des Agrar- und Hotelsektors, der EURAC research, der Freien Universität Bozen, der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Laimburg, aus der Politik und von NGOs. „Fantastisch, was in diesen zwei Halbtagen entstanden ist“, freut sich die Projektkoordinatorin Johanna Bernhardt vom Terra Institute, „um eine Antwort auf die aktuellen Herausforderungen zu finden, braucht es uns alle. Und wenn ich mir etwas wünschen darf, so ist es ein starkes Netzwerk für die Zukunft, das hier echte Akzente setzen kann.“

Gemeinsam mit Tanya Deporta, ebenfalls vom Terra Institute, leitet sie das europäische Projekt SDGs Labs für Südtirol. Das Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Potenziale der SDGs für eine nachhaltigere Wirtschaft auszuloten, entsprechend dem Slogan „Making the SDGs our Business.“

 

Für nähere Informationen und Rückfragen:

Johanna Bernhardt, Terra Institute, j.bernhardt@terra-institute.eu

www.sdgs-labs.eu

Johanna Bernhardt

Johanna Bernhardt

Nachhaltigkeit bedeutet für Johanna Bernhardt Lernprozesse in Bewegung zu setzen und zu begleiten – im Sinne von „learning to know, learning to do, learning to live together, learning to be“.

Johanna Bernhardt hat langjährige Erfahrung in der Begleitung und Beratung von Innovations- und Forschungsprojekten in verschiedenen Schlüsselsektoren der Wirtschaft, im Aufbau von Clustern und Netzwerken aus Wissenschaft und Wirtschaft, in der Entwicklung, im Design und Management von Programmen der Innovations- und Technologieförderung, in der Antragstellung, im Management und Projektcontrolling von transnationalen Projekten. Beim Terra Institute hat sie das RCE „Europaregion Tyrol“ (Regionales Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeitsbildung) wesentlich mit aufgebaut. Aktuell betreut sie CASE, ein europäisches Projekt aus dem Erasmus+ Programm „Knowledge Alliances“ mit 10 Partnern verschiedener europäischer Universitäten und Unternehmen.
Johanna Bernhardt