12 Jan

Internationale Prinzipien und Leitfäden für eine nachhaltige Wirtschaft

Die 8.700 Teilnehmer der Global Compact der Vereinten Nationen stammen aus über 140 Ländern. Sie dürfte heute die weltweit größte Initiative gesellschaftlich engagierter Unternehmen sein.

Das freiwillige Netzwerk und Forum für gemeinsames Lernen und Erfahrungsaustausch verbindet Unternehmen. Diese Unternehmen verpflichten sich, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn universell anerkannten Prinzipien auszurichten. Die Prinzipien stammen aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.[1]

Die Dreigliedrige Grundsatzerklärung über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik der ILO ist ein weiteres Werkzeug, das in den siebziger Jahren entwickelt wurde. Daran beteiligt waren Arbeitgeber, Arbeitnehmern und Regierungen für multinationale Konzerne. Sie haben zum Schutz von Arbeitnehmern Policen, Programmen und Arbeitsstandard erarbeitet. Und auch die OECD gibt regelmäßig freiwillige Empfehlungen (OECD Guidelines for Multinational Enterprises) und Standards für verantwortliches Wirtschaften von Regierungen an multinationale Konzerne heraus. Diese weitreichenden Empfehlungen decken viele Bereiche ab, zum Beispiel industrielle und Arbeitnehmerbeziehungen, Menschenrechte, Umwelt, Datenschutz, Korruptionsbekämpfung, Verbraucherschutz und Wettbewerb. Im November 2010 zog die International Organization for Standardization (ISO) nach und veröffentlichte ihre freiwillig anwendbare ISO-Norm 26000, die mit den Richtlinien der Vereinten Nationen UN vereinbar sind und mit denen der ILO. Die ISO-Norm 26000 enthält „erstrebenswerte beispielhafte Anwendungen“ (Best Practices) gesellschaftlich verantwortlichen Handelns von Organisationen. [2]

Anders als bisherige Normen wie z.B. ISO 14001 oder SA8000 aus den Bereichen Umwelt oder Soziales, ist ISO 26000 im Moment nur in einigen Ländern (z.B. in Österreich als ISO 192500) auch zertifizierbar.

 

[1] Vgl. http://www.unglobalcompact.org/Languages/german/index.html (aufgerufen am 12. Juni 2013)

[2] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/ISO_26000 (aufgerufen am 12. Juni 2013)

Evelyn Oberleiter

Evelyn Oberleiter

Menschen und Organisationen in tiefgehenden Entwicklungsprozessen zu begleiten, die die Wahlfreiheit und die Achtsamkeit füreinander sowie für die Umwelt erhöhen, ist die Triebfeder ihres Handelns.

Evelyn Oberleiter, Mitbegründerin des Terra Institute, begleitet und berät seit über zehn Jahren Unternehmen und Organisationen unterschiedlichster Branchen und Größen. Den Fokus setzt sie dabei auf Organisationsentwicklung, Restrukturierungen, Unternehmenskulturprozesse, Implementierung effizienter und strukturierter Kommunikationsräume und –abläufe, sowie partizipative Führungsansätze. Evelyn Oberleiter verfügt über ein breites Wissen, ein schnelles Auffassungsvermögen, hohe Prozesskompetenz und Ergebnisorientierung, eine ausgedehnte Analyse- und Reflexionsfähigkeit, hohe Kommunikationskompetenz, sowie ein ausgeprägtes Systemdenken, Eigenschaften, die es ihr ermöglichen Gruppen wie auch Individuen sicher und langfristig durch Höhen und Tiefen zu navigieren. Neben ihrer Tätigkeit als Beraterin und Trainerin ist sie Geschäftsführerin des Terra Institute, der Terra Mater (Herstellung biologisch-dynamischer Erde) und der Terra Energy (Windkraft-Projekte).
Evelyn Oberleiter
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