05 Dez

Warum ist Nachhaltigkeit heute so wichtig – sowohl für Unternehmen als auch den Bürger und die Gesellschaft?

Der Begriff Nachhaltigkeit wird heute in vielen Zusammenhängen genutzt und oft verwässert.

Suchen wir Definitionen zu Nachhaltigkeit, so verweisen wir gerne auf:

  • „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen heutiger Generationen Rechnung trägt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden, ihren eigenen Bedürfnissen nachzukommen.“ Brundtland Bericht „Our Common Future“, UN Kommission für Umwelt und Entwicklung, 1987
  • „Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.“ Deutscher Rat für Nachhaltige Entwicklung, 2001

Unternehmen als Produzenten und Dienstleister, die Bürger als Konsumenten, die Politik und die Gesellschaft sind gefordert sich mit dem Themenspektrum „Nachhaltiges Wirtschaften und Ethik – was bedeutet das für uns“ auseinander zu setzen. Umfragen zeigen, dass z.B. die Herausforderung Klimaschutz und ökologischer Fussabdruck von vielen Menschen noch deutlich unterschätzt oder verdrängt wird. Dabei liegt der ökologische Fussabdruck der Schweiz heute bereits bei 2,8 Welten, d.h. wir überbeanspruchen mit unserer Lebensweise die vorhandenen Ressourcen um den Faktor 180%. Dass dieses langfristig nicht tragbar ist, leuchtet jedem sofort ein – oder? Zudem drängen die Wirtschaft und vor allem neue Technologien in immer mehr Lebensbereiche vor und stellen uns vor enorme Herausforderungen. Welche Welt mit welchen Ressourcen und welchen Optionen für zukünftige Lebensstile werden wir den nachkommenden Generationen hinterlassen?

Experten sehen das Nachhaltigkeits-Gleichgewicht in den 3 Säulen „Ökologie„, „Soziales“ und „Ökonomie“ stark gestört in Richtung einer Überbetonung der Ökonomie und Wirtschaft, die in den privaten Lebensbereichen einen immer grösseren Einfluss bekommt.

Drei Säulen der Nachhaltigkeit

Mit der Kombination von neuen Denkmodellen aus der Green und Blue-Economy, aber auch weitergehenden Ansätzen und kritischen Situationsanalysen sowie authentischen Erfahrungsberichten (Best Practice) bekommt der Teilnehmer nicht nur Wissen vermittelt, sondern kann für sich auch mitnehmen, was er selbst und/oder seine Firma konkret zur Verbesserung der Situation (nachhaltiges Leben und Unternehmertum) beitragen können.

Während des Kongresses „think more about – Tage der Nachhalltigkeit“ in der Schweiz vom 16.-18. Oktober wurden die drei unterschiedlichen Strömunge in der Nachhaltigkeits-Debatte über „Dialog“ und Offenheit für Kooperation beispielsweise wie folgt zusammengeführt:

  1. Vertreter der Wirtschaft, welche die ökologischen und sozialen Herausforderungen bislang nicht oder nur halbherzig und die sich daraus ergebende Verantwortung der Wirtschaft für notwendige umfassende Massnahmen nicht oder nicht umfassend annehmen wollen bzw. noch negieren
  2. Vertreter der Green und Blue Economy, welche in der Nachhaltigkeitsdebatte und den für notwendig erkannten Massnahmen überwiegend auf neue Technologien setzen
  3. Vertreter der Postwachstums- und der Gemeinwohlökonomie sowie anderer Nachhaltigkeits-Bewegungen, welche einen deutlich stärkeren Fokus auf die 2 Säulen bzw. die 2 Pole des Nachhaltigkeitsdreiecks Ökologie (Umwelt/Natur) und Soziales mit einschränkenden Rahmenbedingungen der jeweiligen Staaten bzw. Gesellschaften für die Ökonomie/Wirtschaft (speziell zur Internalisierung bislang nicht berücksichtigter externalisierter Kosten) fordern,

Tabella Articolo Ralf

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