16 Jun

Klimastrategie – das Klimaneutralitätsbündnis wächst

Die Mission des „Klimaneutralitätsbündnis 2025“ ist es, einen Beitrag zur Lösung der weltweiten Klimaprobleme zu leisten. Orientierungslinie ist dabei das 2°C-Ziel der Vereinten Nationen. Diese Zielvorgabe kann nur mehr eingehalten werden, wenn Organisationen und Unternehmen bereit sind, durch freiwillige Maßnahmen zur Minderung des CO2-Ausstoßes beizutragen. In diesem Sinne möchten die Unternehmen, die sich im Klimaneutralitätsbündnis 2025 engagieren, ein Zeichen setzen und ihrer Verantwortung vollumfänglich gerecht werden.

Die Klimastrategie

Die Idee eines Zusammenschluss von Unternehmen für eine freiwillige Reduktion und Kompensation der eigenen klimaschädlichen Emissionen stammt aus Vorarlberg in Österreich und wächst nun mit dem „Klimaneutralitätsbündnis Südtirol“ über die Grenzen hinaus. Am 19. Mai 2016 fand der Startschuss in Bozen statt, wo die ersten Unternehmen ihr konkretes Interesse bekundeten. Bis Ende 2016 soll die erste Gruppe von Netzwerkpartner dem Bündnis beigetreten sein und gemeinsam an den Zielen arbeiten.

 

neutralitaetsbuendnis

 

Folgende Schritte müssen die Unternehmen erfüllen während Sie im Bündnis sind:

Die Schritte im Detail:

1. Messen

Im ersten Schritt werden die CO2-Emissionen der jeweiligen Unternehmen ermittelt, wobei bereits erste Einspar- bzw. Verbesserungspotenziale erkannt werden können. Die Messung betrifft alle Bereiche, auch die Anreise zum Arbeitsplatz, Verpflegung und eventuelle Unterkunft der Mitarbeiter. Ausgenommen ist vorerst noch die Produktion. Da diese meist nur mit einem erheblichen Aufwand zu messen ist, wird sie erst in einem fortgeschrittenen Stadium des Bündnisses hinzugenommen.

2. Reduzieren

Um den CO2-Fußabdruck zu minimieren soll in erster Linie der Verbrauch von Energie und Ressourcen reduziert werden. Das bedeutet, durch eine Erhöhung der Energieeffizienz, Verhaltensänderungen und verstärkten Einsatz grüner Energie sollen vermeidbare CO2-Emissionen laufend verringert werden. Dafür wird jährlich ein sogenannter Energieeffizienztag abgehalten.

3. Kompensieren

Erst nach einer Reduktion werden nicht vermeidbare Emissionen mit Hilfe von CO2-Zertifikaten ausgeglichen. Im Bündnis wird dafür ein Portfolio an Projekten mit höchsten Standards zusammengestellt sowie der Kauf und die Stilllegung dieser Zertifikate zentral abgewickelt.

4. Zertifizieren

Die Berechnung des Fußabdrucks über das Bündnis kann bei einer Zertifizierung nach ISO 14064 angerechnet werden. Somit ist ein großer Schritt in Richtung Zertifikat bereits erfolgt.

5. Kommunizieren

Auf einer neuen Online-Plattform finden sich allgemeine Informationen zum Klimaneutralitätsbündnis 2025. Zusätzlich wird dort über die beteiligten Unternehmen, deren umgesetzte Maßnahmen und Erfolge berichtet. Weiteres wird das Klimaneutralitätsbündnis in die Social Media-Aktivitäten und die Medienkooperationen der Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) miteingebunden. Die Teilnehmer werden sich auch regelmäßig treffen und über ihre Erfahrungen austauschen, damit ein gemeinsames Lernen entstehen kann.

Zu Erfüllung dieser Mission soll dieses Bündnis im Laufe der nächsten Jahre stetig wachsen, indem sich immer mehr Unternehmen anschließen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Die Koordination des Bündnisses in Südtirol obliegt dem Terra Institute.

Für Fragen:
Terra Institute GmbH
Klaus Egger | Regionaler Koordinator KNB Südtirol:
k.egger@terra-institute.eu

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