27 Jun

Soziale Zukunft – Bochum 15.-19. Juni 2017

Als die erste Ankündigung für diesen Kongress auf meinen Schreibtisch flatterte, wusste ich sofort, dass ich dabei sein werde. Der Einladungstext lautete: „Die Baustellen unserer sozialen Zukunft fordern uns in existenzieller Weise. Sei es in der Begegnung mit SchülerInnen, MigrantInnen oder Pflegebedürftigen, bei der Arbeit im ökologischen Landbau, der Gestaltung von Unternehmen und Banken oder bei der Umsetzung globaler Entwicklungsaufgaben wie der Inklusion – einfache Lösungen gibt es nicht! Veränderung anzupacken, erfordert zunächst den Mut zur Frage: „Wie sieht eine soziale Zukunft aus, in der wir leben wollen – persönlich, als Organisation oder als Zivilgesellschaft?“

Die durch Kriege und Konflikte erzeugte Not ruft uns auf, Frieden zu stiften. Ein Kulturauftrag, der nur gelingen kann, wenn wir auch in unserem Denken Offenheit wagen und so zukunftsfähig werden.

Eine lebendige Gesellschaft entfaltet sich vor allem auf der Grundlage direkter menschlicher Beziehungen. Tragfähiger globaler Fortschritt entsteht, wenn wir individuell Verantwortung leben können und uns gegen die systematische Entmündigung des Einzelnen zur Wehr setzen.

Sinnstiftende und gerechte Perspektiven gedeihen, wenn Menschen ihre Unternehmungen auf solidarischer Basis entwickeln und damit in neuer Weise Zusammenarbeit gestalten. Sie schaffen mit Ihren Initiativen eine lebenswerte Zukunft.

Der Kongress Soziale Zukunft richtet sich an diejenigen, die sich persönlich, aber auch in ihren Organisationen, in diesem Sinne für eine bessere Gesellschaft einsetzen. Er möchte dazu ermutigen, an der Neugestaltung in freier, mündiger und unternehmerischer Weise mitzuwirken.“

Also fuhr ich nach Bochum. Zusammen mit mehr als 800 Menschen konnte ich in Arbeitsgruppen, Vorträgen, Performances nicht nur neue Menschen treffen, sondern auch viel Neues lernen.

Teilnehmer waren unter vielen anderen C. Otto Scharmer, Wolfgang Gutberlet, Gerald Häfner, Johannes Stüttgen, Niko Paech. Wenn Sie sich selbst einen Überblick über den Inhalt verschaffen wollen: http://www.sozialezukunft.de/

An dieser Stelle möchte ich eine Aussage von Tho Ha Vinh (Leiter des Gross National Happiness Centre in Timphu, Bhutan) mit Ihnen teilen. Er war viel in Krisenregionen der Welt unterwegs, hat extreme Gewalt hautnah erlebt und sagte, dass Gewaltanwendung in jeder Form immer eine Entmenschlichung des Anderen voraussetze. Wir müssen stattdessen lernen, jede menschliche Begegnung als „Sakrament der Zukunft“ zu erleben.

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmail