10 Dez

Klimagipfel Paris

In der neuen Enzyklika schreibt Papst Franziskus von einem „perversen System von kommerziellen Beziehungen und Eigentumsverhältnissen“.

„Die Unterwerfung der Politik unter die Technologie und das Finanzwesen zeit sich in der Erfolgslosigkeit der Weltgipfel über Umweltfragen“, so Papst Franziskus.

Womit wir bei der realen Politik und beim Internationalen Währungsfond wären. Im Arbeitspaper „How Large are Global Energy Subsidies“ zeigen sich die Autoren selbst erschrocken über die errechnete Höhe der jährlichen globalen Subventionen in schmutzige Energien: Sie betragen satte 5,3 Billionen Dollar, eine das menschlichen Vorstellungsvermögen übersteigende Summe. Umgerechnet sind das rund 15 Milliarden Dollar pro Tag oder 600 Millionen pro Stunde! 5,3 Billionen Dollar entsprechen 6,5 % des globalen Bruttoinlandsprodukts, damit fließt global mehr in die Subventionierung von schmutziger Energie, als insgesamt im Gesundheitswesen ausgegeben wird.

Auf dem Weltklimagipfel in Paris soll der jährlich 100 Milliarden Dollar umfassende „globale Klimaschutzfond“ endlich und endgültig auf dem Weg gebracht werden. 100 Milliarden gegen 5,3 Billionen! Unser Wunsch: Sollte nicht zuerst beziehungsweise zumindest parallel die Debatte um den Abbau dieser schädlichen Subventionen geführt werden? Und Achtung: viel dieser Energie und damit auch dieser Subventionen – steckt in den täglich von uns gekauften Produkten. Wer zahlt diesen Preis? Wir alle!

Wie ist Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie bitte an office@terra-institute.eu

Günther Reifer
Günther Reifer

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