25 Okt

Aus der Terra Praxis I Kamingespräche

Magische Momente beim zweiten Kamingespräch auf Burg Lisberg – Thema Ethik in Wissenschaft und Wirtschaft

Für den 8. Oktober 2016 hatte das Terra Institute in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth zum zweiten hochrangig besetzten Kamingespräch auf Burg Lisberg in Oberfranken eingeladen.

Die Terra Kamingespräche wurden aus der Taufe gehoben, um in großer Vertraulichkeit Inhalte zu thematisieren, die weder an den Universitäten, noch in den Vorstandsetagen von Unternehmen normalerweise auf die Tagesordnung kommen.

Nachdem wir uns im Frühjahr dem Thema „Chemie und Transzendenz – die Erfahrung zählt“ gewidmet hatten, ging es nun um die Frage „Ethik in Wissenschaft und Wirtschaft – tun wir die richtigen Dinge?“.

Die Abgeschiedenheit und besondere Atmosphäre der uralten Burg (9. Jahrhundert) ermöglichte erneut eine große Breite und Tiefe des Gesprächs. Auch das Zusammensein von Freitagabend bis Sonntagfrüh mit einem intensiven gegenseitigen Kennenlernen trug dazu bei, den Gedanken und Gefühlen nachzuspüren, die im Austausch mit anderen Menschen entstehen können.

Die Teilnehmer kamen aus den Europa, den USA und Afrika.

Die drei Organisatoren Hans W. Steisslinger und Jürgen Schmidt (beide Terra Institute, Brixen) sowie Prof. Hartmut Frank (Universität Bayreuth) konnten als prominentesten Gast den Chemienobelpreisträger des Jahres 1981 Roald Hoffmann begrüßen, der sich als Überlebender des Holocaust, weltweit für einen Bewußtseinswandel hin zu ethisch gegründetem Wirtschaften und Forschen einsetzt.

Ausgehend von Aristoteles Nikomachischer Ethik, wonach die Naturwissenschaften nur einen möglichen Zugang zur Wahrheit ermöglichen (episteme), alle anderen Zugänge jedoch im freien Willen des Menschen liegen und nach selbst zu findenden Regeln funktionieren, war es sehr stimmig, dass uns Tanja Kuhn (Sopran, Stuttgart) und Jendrik Springer (Piano, Wien) zunächst in die Welt der Oper von Wagner über Puccini bis Mozart einführte.

Die Grundfrage der Ethik „was soll ich tun“ beleuchtete die Runde vor dem Hintergrund der vielen humanitären und ökologischen Katastrophen. Alle Teilnehmer betonten, dass es nicht beim Reden bleiben darf, es geht um Impact, um Wirksamkeit für Veränderung.

Als eine ganz zentrale Frage schälte sich heraus, wie denn das Individuum in die Kraft kommt (empowerment) um das jeweilige System aktiv zu verändern.

In der Abschlussrunde war die Magie spürbar, die in gemeinsamer Suche nach Ganzheit entsteht, die multikulturellen Austausch und damit ethisches Handeln fördert.

Jede(r) kann im jeweiligen Einflussbereich in diesem Sinne Wirkung entfalten. Eine Publikation mit den Inhalten und konkreten Vorschlägen ist in Vorbereitung

 

 

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmail