30 Jun

In der Balance bleiben als Grundlage für nachhaltige Entwicklung in der Bildung. Individuelles und Institutionelles Coaching nach LernKulturZeit

  • Juni 30, 2015
  • von tma

Für eine nachhaltige Entwicklung zur Lernkultur der Potenzialentfaltung brauchen wir individuelle und institutionelle Veränderungen im Innen und im Außen.

Die oft wirkungslosen Reformen in den letzten Jahren haben sich vor allem auf die Veränderungen von Strukturen im System konzentriert, und haben die dafür nötigen inneren Veränderungen des Individuums nicht beachtet. Die Tendenz nun im Individuum die Entwicklung anzustoßen ist daher richtig, aber noch nicht weitreichend genug, denn der Einzelne kann keine dauerhafte Veränderung herbeiführen, dazu braucht es Gruppen und Gemeinschaften, die eine neue Kultur etablieren, sowohl persönlich als auch in der Institution.

Balance von Entwicklung und Gemeinschaft

Wir sind zum einen Wesen, die danach streben, sich zu entwickeln, wir brauchen aber auch die Sicherheit der Gemeinschaft. Die Angst durch Entwicklung Gewohntes zu verlieren macht es Einzelnen schwer, neue Wege zu gehen. In der LernKulturZeit bauen Gleichgesinnte einen Vertrauensraum miteinander auf und bilden eine Gemeinschaft, in der sie eine veränderte Lern – und Beziehungskultur miteinander gestalten und sich ein Jahr lang gegenseitig begleiten.

Menschen, die am eigenen Leib erfahren haben, was es heißt, einen solchen Raum für Entwicklung und Potenzialentfaltung zu erhalten, sind in der Lage, diesen Raum auch anderen zur Verfügung zu stellen. Statt „Be-Lehrern“ bilden wir lebendige Prozessbegleiter aus. Durch die Möglichkeit, uns ständig weiter zu entwickeln und neue Talente zu entdecken, wird Leben zur spannenden Entdeckungsreise – für Schüler UND Lehrer.

Balance von Entspannung und Anspannung

Als Gegenbewegung zum Burnout produzierenden System entsteht zunehmend eine Achtsamkeitsbewegung, die zu mehr Entspannung führen soll. Das ist natürlich gut, aber keine Lösung unserer strukturellen Probleme, sondern ist im schlimmsten Fall ein Tranquilizer wie Ritalin. Wir brauchen in der heutigen Situation Menschen die bereit sind, Hochleistungen zu erbringen. Ohne Auszubrennen ist dies möglich, wenn ich weiß, was zu mir passt und wenn ich liebe, was ich tue Wir streben danach, unserem Seelenimpuls zu folgen und nehmen gerne Hinweise an, wohin die Reise für uns geht. Hier kann Achtsamkeitstraining ein sehr wertvolles Werkzeug sein, da uns dadurch unsere Gefühlswelt und unsere innere Stimme als Kompass unserer Entwicklung wieder zugänglich wird. Durch Entschleunigung und Lauschen nach Innen können Inkongruenzenzu dem was ich wirklich will, wahrgenommen und zu Handlungsimpulsen werden.

Balance von Bewegung und Struktur

Wer sich zu lange in Strukturen aufhält, die zu starr sind, leidet darunter. Wer zu viel auf einmal verändert, kann den Boden unter den Füßen verlieren. Qualifiziertes Coaching ermöglicht es, die gut gangbaren nächsten Schritte zu finden. In der Gruppe lernt man dabei, selbst andere Menschen als Coach zu begleiten.

Für Schulen gilt diesbezüglich, dass zu viel Neues auf einmal Chaos verursacht, zu wenig dagegen verhindert Anpassung an veränderte Bedingungen. Das Notwendige und Machbare zu finden bedarf der Bewusstwerdung der zugrundeliegenden Strukturen und den Willen zur Veränderung bei Führungspersonen und Kollegium. Mit Lernkultur-Coaching kann sich Beharrungskompetenz allmählich in Innovationskompetenz wandeln.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? http://www.lernkulturzeit.de/

 

Silke Weiss

Referentin „think more about“ Brixen, Mai 2015.

Silke WeissSilke Weiss ist in der Erwachsenenbildung tätig und Gründerin der LernKulturZeit. Sie möchte eine Brücke von der Mystik zur Pädagogik am Marktplatz bauen. In ihren Projekten konzentriert sie sich auf Themen wie Entschleunigung und Bewusstwerdung, Innovationen, transparente Kommunikation und Prinzipien der Wirklichkeits-Gestaltung.

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