02 Apr

IKEA Nachhaltigkeitsstrategie 2020. People & Planet Positive

  • April 02, 2015
  • von tma

IKEA: ein nachhaltigeres Leben zu Hause

Klimawandel, knappe Ressourcen und die stetig wachsende Zahl an Konsumenten gehören zu den grössten Herausforderungen unserer Zeit. Seit jeher sucht IKEA nach entsprechenden Lösungen – mit der Vision, einen besseren Alltag für viele Menschen zu schaffen. IKEA fördert erneuerbare Energien, produziert mit gesunden und sicheren Chemikalien, lebt einen verantwortungsvollen Umgang mit Wäldern und Ackerland und unterstützt die Mitarbeiter und Gemeinschaften entlang unsere Wertschöpfungskette.

Anfang der Neunzigerjahre entwickelte IKEA die ersten Leitlinien zum Schutz der Umwelt. Seit 2012 gilt die Nachhaltigkeitsstrategie People & Planet Positive. Die wichtigsten Bausteine davon sind ein effizienter Energieverbrauch, Reduktion von Abfall, nachhaltige Gewinnung von Rohstoffen und soziale Aspekte. Sämtliche Produkte sollen nachhaltiger werden und auch den Konsumenten helfen, Energie, Zeit und Wasser zu sparen und Abfall zu vermeiden. 2013 verkaufte IKEA 12,3 Millionen LED-Lampen – das reduzierte den Energieverbrauch der Kunden und ihre Stromrechnungen um insgesamt 105 Millionen Franken.

Energieunabhängig bis 2020

IKEA will den eigenen CO2-Fussabdruck und Energieverbrauch drastisch reduzieren – um 50% bis 2017 im Vergleich zu 2010. Auch den Lieferanten gibt das Unternehmen eine Reduktion des Energieverbrauchs um 20% vor. Bis 2015 investiert IKEA 1,8 Milliarden Franken in erneuerbare Energien. Mit 157 Windturbinen in acht Ländern und weltweit 550’000 Solarmodulen auf den eigenen Gebäuden erzeugte IKEA 2013 366 GWh Strom. Das entspricht der Versorgung von 100’000 Haushalten. Durch diese Massnahmen sollen sich bis 2020 die Produktion von erneuerbarer Energie und der globale Energieverbrauch von IKEA die Waage halten.

Kennzahlen zu den Umwelteinwirkungen:

  • 28 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente (Rohstoffe bis Ende Produktlebenszyklus); im Vergleich: die Schweiz verursacht als Land p.a. 38 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente.
  • Verarbeitung von 13,97 Mio. m3 Holz p.a. (1% des weltweiten wirtschaftlichen Holzverbrauchs)
  • Verarbeitung von 110 Tsd. Tonnen Baumwolle p.a. (0,6% des weltweiten Baumwollanbaus)

Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen

IKEA ist im Einzelhandel einer der grössten Einkäufer von FSC-zertifiziertem Holz und gar Mitbegründerin des Forest Stewardship Council (FSC). Das Ziel: Bis 2020 soll 100% des Holzes, Kartons und Papier aus nachhaltigen Quellen kommen (ca. 95% FSC, 5% recyclet). Auch bei der Baumwollproduktion mit ihrem enormen Verbrauch an Wasser, Pestiziden und Chemikalien liegt viel Potenzial: Als Gründungsmitglied der Better Cotton Initiative (BCI) will IKEA bis 2015 den gesamten Baumwollbedarf aus nachhaltig bewirtschafteten Quellen beziehen. Abfall betrachtet IKEA ebenfalls als Ressource: Alle Einrichtungshäuser trennen Karton, Glas, Metall, Papier, Plastik und Holz. In den meisten Schweizer Kunden- und Personalrestaurant wird zudem aus Essensresten Biogas produziert.

IKEA

Soziale Aspekte mitberücksichtigen

Für IKEA hat Nachhaltigkeit auch soziale Aspekte. Alle Lieferanten müssen den IWAY-Standard einhalten, der die Mindestanforderungen an Umweltschutz, Arbeits- und Sozialbedingungen definiert. Das heisst konkret: keine Kinder- oder Zwangsarbeit, Einhaltung des Mindestlohns und Kompensation von Überstunden sowie ein sicherer, gesunder Arbeitsplatz. Zudem ist IKEA der bedeutendste Unternehmensspender für Organisationen wie UNICEF, UNHCR oder Save the Children.

Einige Zahlen zu IKEA und Menschen: 700 Mio. Kundenbesuche p.a., 135 Tsd. Mitarbeiter, 600 Tsd. Mitarbeiter bei direkten Lieferanten, 2 Mio. Mitarbeiter bei indirekten Lieferanten und über 2 Mio. Menschen in der erweiterten Lieferkette.

Das macht IKEA in der Schweiz

  • Reduktion des Energieverbrauchs (kWh/m2) um 6% von 2012-2013, Ziel 6% von 2013-2014
  • Produktion von Solarenergie auf allen IKEA Einrichtungshäusern bis 2015 (heute 6 von 9)
  • 100% zertifizierter Strom aus Wasserkraft in allen Einrichtungshäusern bis 2015
  • Minergie-Standard in 7 von 9 Einrichtungshäusern
  • Produktion von Biogas aus Essensabfällen aus Kunden- und Personalrestaurants
  • Unterstützung von Schweizer Non-Profit-Organisationen

Lorenz Isler

Referent „think more about“ Schweiz, Oktober 2014 und Brixen 2015.

Lorenz Isler

Lorenz Isler ist seit August 2013 Sustainability Manager bei IKEA Schweiz und damit verantwortlich für die Aktivitäten und das Engagement in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft. Zuvor war er bei Microsoft Schweiz als Nachhaltigkeitsverantwortlicher und bei Accenture Schweiz als Berater tätig. Bei seiner Arbeit profitiert er vom interdisziplinären Studium in Internationalen Beziehungen an der Universität St.Gallen (HSG).

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