26 Jul

Globale Philanthropen und Social Entrepreneurs

Es setzen sich schon heute profitorientierte Großkonzerne weltweit für das Gemeinwohl ein. Nicht nur als halbherzige Public Relations- oder Corporate Social Responsibility-Maßnahmen, sondern ganz zentral als Kernelement ihrer Unternehmensvision und -strategie. Virgin-Gründer und Multimilliardär Richard Branson gründete mit 17 schon seine erste gemeinnützige Organisation.

Heute sind die Organisationen Virgin Unite, Gaya Rocks, The Elders und The Carbon War Room fester Bestandteil seines Konzerns und ein Großteil seiner Unternehmensgewinne finanzieren weltweite soziale und Umweltprojekte. Weitere Wirtschaftsvertreter gründen Netzwerke wie die Global Entrepreneurs unter Peter Spiegerl, in ihren eigenen Worten eine Lern- und Aktionsgemeinschaft von verantwortungsbewussten und umsetzungsstarken Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft und Thinktanks sowie sozialen Innovatoren die zu einem treibenden Akteur für die Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels werden.[1]

Social Entrepreneurs

Anders als profitorientierte Unternehmer, die ein Teil ihrer Gewinne für gemeinnützige Projekte einsetzen, ist das Allgemeinwohl und das Lösen sozialer Probleme das primäre Ziel sozialer Unternehmer, auch Social Entrepreneurs genannt. Bekannt wurde der Begriff 2006 als Mikrokreditpionier Muhammad Yunus den Friedensnobelpreis erhielt. Er machte Menschen in Entwicklungsländern mit Minidarlehen zu Unternehmern und befreite sie so aus der Armut. Social Entrepreneurs wählen den nachhaltigen Weg eines selbsttragenden Geschäftskonzepts und suchen Investoren anstatt Spenden. Finanzierungsquellen können Stiftungen, Unternehmen oder spezialisierte Risikokapitalgeber wie BonVenture sein. Seit 2012 bietet die staatliche Förderbank KfW Sozialunternehmern Kredite bis zu 200 000 Euro, wenn ein privater Investor dieselbe Summe zur Verfügung stellt. [2]

Keine Sportart mobilisiert und begeistert so viele Menschen wie Fußball. Das Berliner Sozialunternehmen Streetfootballworld organisiert in Problemvierteln Straßenfußballturniere und unterstützt junge Menschen auf der ganzen Welt Armut, Ausgrenzung und Bildungsmangel zu überwinden. Das Auswärtige Amt Deutschlands, die EU, Sportartikelhersteller Adidas, Automobilhersteller Hyundai, Rasierer Hersteller Gillette, die Fifa, sowie verschiedene Stiftungen und gemeinnützige Organisationen sind finanzielle Partner des Unternehmens. Ein weiterer Partner Streetfootballworlds ist Ashoka, ein internationales Netzwerk für soziale Unternehmer. Streetfootballworld Gründer und Geschäftsführer Jürgen Griesbeck erhält im Rahmen des Netzwerks sowohl finanzielle als auch Pro-Bono-Unterstützung in Sachen Unternehmensberatung. Menschen, die im Ashoka Fellowship Programm aufgenommen werden, profitieren ein Leben lang von dem Kontaktnetzwerk. [3]

[1] http://www.global-entrepreneurs.org/vision.html

[2] http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/soziale-unternehmer-die-weltverbesserer-11747256.html

[3] http://www.streetfootballworld.org/about-us-de/partner

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