04 Dez

Die 4 grundlegenden Fragen, um systemisches Denken im Management zu verankern

Viele Führungskräfte erzählen davon, dass das „Wirtschaften“ in den letzten Jahren mühsam, belastend und freudlos geworden ist. Dass trotz regelmäßiger Meetings, Beratungen und Schulungen keine „Besserung“ in Sicht ist, es den Unternehmen an Ausrichtung und Vision, Verbindlichkeit, Motivation, Kraft und Freude mangelt. Man schaffe es trotz intensiver Bemühungen nicht, die Kultur der Menschen zu verändern, so sagen viele. Was wird denn gebraucht?

Patentrezepte und Management-Moden helfen hier nicht weiter. Ich kann nur von dem schlussfolgern, was ich aus meiner Praxiserfahrung gelernt habe und von Unternehmern als Erfolg angesehen wurde. Für eine strukturierte Darstellung werde ich außerdem Erkenntnisse des systemischen Denkens und eigene Beratungserfahrung  kombinieren, um anschließend meine Erklärung für die Ursachen und Dynamiken des oben beschriebenen Zustandes abzuleiten.

Meine wichtigste Erkenntnis: Es ist wie ein Kampf gegen Windmühlen, weil all die Bemühungen nichts erwirken, wenn die Ebenen, auf denen man ansetzt, schlichtweg die falschen sind. Um wirkungsvoll zu sein, hat es mir geholfen, mir die ganz rudimentären Zusammenhänge des Lebens bewusst zu machen und mich auf den Hausverstand (elegant auch systemisches Denken genannt) rückzubesinnen.

Was sagt die systemische Denke?

Systemisches Denken, besagt, dass ALLES in wechselseitiger Beziehung miteinander verbunden ist. So ist die Zelle in Wechselwirkung mit dem Organ, das Organ mit dem Körper, der Körper mit der Psyche und dem Geist des Menschen, der Mensch mit der Natur, die Natur mit der Schöpfung. Es herrscht eine ganz selbstverständliche Neben-, Über- und Unterordnung, die nicht einem Weniger oder Mehr entspricht. Wenn ein Element Erfolg haben soll, im Sinne von Wachstum und Weiterbestand, muss es auf diesen Zusammenhang ausgerichtet sein. Das bedeutet, dass die neben-, über- und untergeordneten Systeme in Balance bleiben.

Systemisches Denken ist ein Denken in Konsequenzen und Zusammenhängen und das Erkennen der Verbindungen allen Lebendigen. Systemisches Denken bedeutet, Gesamtheiten und Zugehörigkeiten zu begreifen. Die vier grundlegen Fragen, um systemisches Denken im Management zu verankern sind:

  1. Was ist mein Beitrag?
  2. Wie halte ich die Balance?
  3. Was dient meinen Verbindungen (wissend, dass ich ohne sie nicht sein kann)?
  4. Was dient dem Ganzen?

Was bedeutet das konkret auf die Wirtschaft und ein Unternehmen übersetzt? Aus meiner Sicht findet der Hausverstand Anerkennung, indem er uns sagt, dass alles, was gut für die Menschheit und für die Natur ist, auch dem Unternehmen dient. Wer systemisch arbeitet, ist sich bewusst, dass die Aufgabe eines Unternehmens mit nachhaltigem Wachstum und langfristiger Existenzsicherung gezielt gestaltet werden sollte. Sämtliche beteiligte Menschen, Abteilungen und Sachgüter (die untergeordneten Systeme) sollen geschützt, genährt und gefördert werden. Gleichzeitig nährt und bedient es die übergeordneten Systeme, sprich die Menschen-Gesellschaft oder die Welt-Natur. So wird es nachhaltig erfolgreich sein.

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