22 Dez

Die 2000 Watt Gesellschaft – von der Vision in die Realität. Eine Standortbestimmung.

  • Dezember 22, 2014
  • von tma

Die 2000-Watt-Gesellschaft ist eine Vision für eine gemeinschaftliche, gerechte und attraktive Zukunft.

Der Fokus liegt dabei auf den beiden Leitindikatoren „Energiebedarf“ und „Treibhausgasemissionen“ – in der festen Überzeugung, dass Ressourcen- und Landknappheit sowie das Klima für uns und die zukünftigen Generationen die grössten Herausforderungen darstellen. Jedem Einwohner stehen in der 2000-Watt-Gesellschaft langfristig die Emissionen von 1 Tonne CO2 pro Jahr, und der Bezug von 2000 Watt Dauerleistung zu (Stufe Primärenergie).

Viele Städte und Gemeinden haben sich in den letzten Jahren diesen 2000-Watt-Zielen verpflichtet und sie in ihre energiepolitischen Leitlinien oder sogar ihre Gemeindeordnung integriert. Nun geht es darum, dieses visionäre, übergeordnete Ziel inhaltlich zu konkretisieren und klare, einfach verständliche Anforderungen dafür transparent zu definieren.

2000WattGesellschaft VerbrauchProPerson

Grundsätzliche und übergeordnete Ziele für die Schweiz:

  • 3 mal weniger Energieverbrauch und
  • 8 mal weniger CO2-Ausstoss als heute und zwar für alle:
    • Haushalte, Städte, Gemeinden, Kantone
    • Gewerbe, Industrie
    • Gebäude, Mobilität, Wärme, Strom

2000WattGesellschaft Absenkpfad

Frage: Ist die 2000-Watt-Gesellschaft ohne Komforteinbusse möglich?

Antworten
(1) Ohne Einschränkung der Lebensqualität: ja! Lebensqualität verstanden als Glück, Zufriedenheit, Erfüllung, Wohlbefinden
(2) Ohne Einschränkung des Lebensstandard: nein! Lebensstandard verstanden als Anhäufung von materiellen Güter und materiellem Luxus

Thomas Blindenbacher

Referent „think more about“ Schweiz, Oktober 2014

Thomas Blindenbacher

Zum Autor

Thomas Blindenbacher hat 2005 sein Studium für Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich abgeschlossen. Er leitet seit 2012 die nationale Fachstelle der 2000-Watt-Gesellschaft im Auftrag des Bundesamtes für Energie und EnergieSchweiz für Gemeinden. Als Bereichsleiter für Nachhaltige Entwicklung ist er seit 2011 Mitglied der Geschäftsleitung und Partner bei der Amstein + Walthert AG in Zürich.

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