12 Jan

Das Solidaritätspaket als zweites Ergebnis des Paris Klimagipfels

Nach 13 Tagen Verhandlungen einigten sich die Vereinten Nationen am 12.12.2015 auf ein völkerrechtlich verbindliches Klimaabkommen.

Ziel des Klimagipfels war es, einen internationalen Konsens über den globalen Klimaschutz in den nächsten Jahrzehnten zu erreichen.

Das Paris Abkommen enthält jedoch neben den Aussagen zu Klimaneutralität, Temperaturzielen und nationalen Klimaschutzstrategien auch ein Solidaritätspaket für die finanzielle und nicht-finanzielle Unterstützung derjenigen, die von den Folgen des bereits stattfindenden Klimawandels besonders betroffen sind.

Das Solidaritätspaket weist verschiedene Aspekte auf:

  1. Erstens ist die Weltgemeinschaft verpflichtet, die Anpassungs- und Schadensbewältigungsstrategien der vom Klimawandel besonders betroffenen Länder international zu unterstützen. Ab 2020 werden die alten Industriestaaten 100 Milliarden Dollar pro Jahr zur Verfügung stellen müssen, um diese Regionen abzusichern und ihre Energieversorgung umzustellen.
  2. Zweitens müssen die weltweiten Finanzflüsse in der Zukunft eine klimagerechte Entwicklung fördern. Das bedeutet, man wird in zukunftsfähige Energieerzeugungsinfrastruktur investieren müssen anstatt fossile Infrastruktur weiter zu finanzieren.
  3. Drittens ist die internationale Auseinandersetzung mit klimabedingten Schäden ein Thema, das sich nicht nur auf den Umgang mit finanziellen Verlusten bezieht sondern auch auf den Umgang mit kulturellen Verlusten und der klimabedingten Migration.
  4. Viertens ist vereinbart, dass die reicheren Länder den armen Staaten nicht nur durch finanzielle Unterstützung helfen sondern auch durch den Austausch moderner Technologie und Wissen, sowie durch die Förderung der Resilienz von menschlichen Gesellschaften und ganzen Ökosystemen.[1]

 

[1] Christoph Bals, Sönke Kreft & Lutz Weischer. Signal für neue Epoche der globalen Klima- und Energiepolitik. Germanwatch e.V. 17. Dezember 2015 (Version 1).

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