21 Sep

Das Internet der Energie

Stromnetze verbinden klassischerweise einige wenige Lieferanten mit einer hohen Anzahl an Verbrauchern, sodass Strom und Gas je nach Bedarf zu jeder Tages- und Nachtzeit verfügbar ist.

Laut dem BDI beeinflussen derzeit folgende Faktoren die Energiewirtschaft:1
  • Die Vorräte fossiler Energierohstoffe sind endlich, daraus resultieren Preissteigerungen. Die Kapazität, bis zu der die Atmosphäre CO2 aufnehmen kann, ist ausgereizt.
  • Das regulatorische Umfeld in der EU fördert Liberalisierung und Diversität. Die Folge: Stromerzeugung, -übertragung und –verteilung entkoppeln sich, die EU fördert auch dies.
  • Strom aus immer mehr erneuerbaren und zunehmend dezentralen und kleiner werdenden (bis zu Einzelhaushalten) Quellen wird in Zukunft in das Stromnetz integriert werden müssen.

In Deutschland geschieht dies zu einer Zeit, in der massive Investitionen anstehen: Rund ein Drittel der privaten Haushalte und die Hälfte der Kraftwerkskapazitäten müssen in den kommenden Jahren renoviert, modernisiert oder erneuert werden. Das erfordert den Umbau des aktuellen Netzes in ein intelligentes, effizientes, vor allem aber vernetztes Versorgungssystem. Genau hier keimt die historische Chance, ein „Internet der Energie“ entstehen zu lassen, in dem alle wirtschaftlichen, regulatorischen und technischen Neuerungen optimal aufeinander abgestimmt sein werden. Lassen Sie uns eine Form erneuerbarer Energie ansehen, die trotz anfänglicher Vorurteile und Skepsis weltweit enorme Wachstumsraten verzeichnet.


1  Vgl. http://www.bdi.eu/download_content/Publikation_Internet_der_Energie.pdf (aufgerufen am 28. Juni 2013)

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmail