18 Mrz

Auf der Suche nach Orientierung

Bei der Apus Software GmbH, einem seit 1987 bestehenden Software-Unternehmen mit Sitz in Graz, waren flache Hierarchien und kollegiale Umgangsformen seit je her „normal“. Als dann immer mehr KollegInnen dazukamen und sich neue Bereiche entwickelten – Apus beschäftigt sich heute mit Softwareentwicklung im Gesundheitswesen, in der Flugsicherung und im Schienenverkehr –, war das nicht mehr so eindeutig und einfach.

Gleichzeitig wurde im Laufe der Zeit, als die Phase des reinen Überlebenskampfes überwunden war, auch die Frage nach Vision und Mission des Unternehmens immer wichtiger: wozu tun wir das überhaupt, was ist unser gesellschaftlicher Beitrag? Die Fragen nach der Sinnstiftung, der sozialen Verantwortung und dem wieviel und welchen Formen der Hierarchie, führten vor circa 5-6 Jahren dazu, dass verschiedene Initiativen gestartet und große Veränderungen initiiert wurden: Die Suche nach Orientierung führte Apus zur Umsetzung der CSR Norm ISO 26000 und ihrer Zertifizierung in der ONR 1925000; weiters begann Apus sich immer tiefer mit dem Thema „Kreiskultur“ zu beschäftigen, in welcher selbstorganisierte Teams Verantwortung für Bereiche und Themen der Gesamt-Organisation übernehmen; ein laufender und lebendiger Stakeholder-Dialog führte dazu, dass neue Vernetzungen und Partnerschaften entstanden und der Impuls der Auseinandersetzung mit CSR auf weitere Organisationen überging.

So schreibt der Veranstalter des Kongresses „Freiräume Graz“, welcher am 14.-15. April 2016 stattfindet und bei dem der Geschäftsführer der Apus, Gerhard Hammer, über Chancen und Hindernisse gemeinsamen Lernens spricht, (siehe http://freiräume-graz.eu/), dass man „Apus (..) nun mit Fug und Recht als Pionierin eines Weges bezeichnen kann, der Nutzen- und Sinnstiftung als Mitte des unternehmerischen und persönlichen Handelns sieht. Dies aber nicht nur, um das Unternehmen und sich selbst zu entwickeln, sondern um dabei einen Beitrag für das große Ganze zu leisten.“

Wir gratulieren und danken Gerhard Hammer und seinem Team für die gemeinsamen Schritte über mehrere Jahre und das Dranbleiben an der Vision eines Unternehmens, dass mit all seinen Stakeholdern immer wieder auf das Neue um ein neues gemeinsames Verständnis von Unternehmenszweck und Ziele jenseits von Obrigkeitsdenken und monetärer Gewinnmaximierung ringt.

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